Samstag, 16. Juli 2011

Ein Jahr vergangen...

Seit Tagen schon geistert mir dieses alte Projekt im Kopf herum - wahrscheinlich weil ich gerade auf der Suche nach einem Ausgleich bin. Und nun stelle ich fest, dass fast genau ein Jahr seit meinem letzten Eintrag vergangen ist. Dass ein paar Kommentare in der Zwischenzeit eingegangen sind, und dass ich immer noch irgendwie am selben Punkt stehe. Naja, ein bisschen weiter vielleicht - gedanklich.



Ich will meine lange Abwesenheit gar nicht entschuldigen - es ist eben so gekommen. Mit der Geburt meiner Tochter vor gut acht Monaten hat sich mein Leben vollständig verändert, und ein Teil davon ist gar gänzlich zum Erliegen gekommen. Das klingt jetzt doch, als würde ich entschuldigen, warum ich so lang nichts geschrieben habe - weder hier für den Blog noch an dem Manuskript selbst *seufz*. Darauf will ich aber gar nicht hinaus.

Nicht nur mein Leben, sondern auch ich habe mich sehr verändert, nicht nur durch Schwangerschaft und Geburt, jenen beiden aufregenden und intensiven Erlebens-Phasen im Leben einer Frau. Ich kannte bisher nur das Leben als Tochter, nun habe ich die Erlebnis- und Gefühlswelt einer Mutter betreten. Kein Wunder, dass mich das wieder meinen beiden Romanfiguren Evora und Emily näher bringt, die ja Mutter und Tochter sind.

Der letzte Abbruch meiner Arbeit an dem Projekt lag daran, dass ich mich irgendwie von der Grundidee entfernt hatte. Die Geschichte entwickelte sich von den komplexen "Frauenthemen" und der Beziehung der Frauen zueinander (Lily, Emily, Evora) zu einer krawalligen Fantasy-Love-Story, wie man sie zuhauf in den Buchhandlungen findet. Und obwohl ich auch mal gern solch vorhersehbaren und triviale Liebesliteratur lese, ist mir "Evoras Garten" dafür eigentlich zu schade.

Aber ich habe den Weg zurück nicht gefunden, und so saß ich erstmal fest mit einem Haufen Figuren und einem wunderschönen Setting und keiner Ahnung, welche Geschichte ich eigentlich erzählen will.
Ich kann immer noch nicht versprechen, dass dieser Anlauf gelingt. Ich brüte darüber, ob es eine Ich-Erzählung wird, erzählt von Emily und Lily. Außerdem fehlt mir an allen Ecken und Enden die Zeit. Aber noch eins ist mir in den letzten Tagen klar geworden: Wenn ich jetzt nicht langsam in die Pötte komme, wird es nie etwas mit dem Buch. Und das wäre eigentlich auch viel zu schade.

2 Kommentare:

  1. Ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich finde zbsp. die Erzählweise und Storyline von Diana Gabaldon immer toll - vielleicht zieht es dich auch in diese ... Art von Genre etc. ? Dass du einfach nicht plottest, sondern drauflosschreibst, mit dem Ziel, das du dir vorher grob steckst. Und wenn es dir nicht mehr gefällt an einer Ecke, ändere es einfach. Mach dir darüber keine Gedanken - schreib einfach! Du wirst sehen, sicher fügt sich alles von allein.
    Außerdem freu ich mich, mal wieder was von dir zu lesen.

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  2. Hallo Herzvolumen,

    erstmal vielen Dank fürs Schreiben :). Von Diana Gabaldon hab ich "nur" Feuer und Stein gelesen, das habe ich seinerzeit allerdings regelrecht verschlungen! Ist schon sehr lange her, bestimmt 15 Jahre oder so *überleg*. Wird Zeit das Buch mal wieder zu lesen :).

    Die Sache mit der Schreibmethode ist bei mir halt die: Drauflosschreiben kann ich sogar sehr sehr gut; dauert meist nicht lang, bis ich dann sogar sehr in Fahrt komme. Nur ganz ohne "Plotten" verläuft sich dann leider auch viel im Sande :(. Das war das Problem bisher. Ich habe also jetzt die bisherigen drei Manuskripte, davon zwei mit je gut 100 Seiten, ausgedruckt vor mir liegen. Das Kind schläft endlich (halleluja), und ich werde mich jetzt aufs Sofa zurückziehen und mal gucken, was ich aus meinen bisherigen Anläufen noch so behalten will.

    Und vielleicht hab ich morgen schon einen Plan, wie es mit dem Projekt weitergeht, und vor allem: Wohin!? %-)

    Lieben Gruß und danke für den Support! :D
    Salomé

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